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Baustoffe

Übersicht und Erklärung der ökologischen Baustoffe

Für den Konstruktiven Bereich des Bauen kommen klassische Materialien wie Holz, Naturstein, Kalksandstein, Kalk und Lehm zum Einsatz. Konstruktiv kann Holz eingesetzt werden für Fachwerkgebäude, moderne Holzrahmenbauten und für Brettstapelwände. Um die verwendeten Hölzer ökologisch zu halten sollte man natürlich keine chemischen Holzschutzmittel einsetzen. Meist ist die richtige Holzauswahl schon als Holzschutz ausreichend. So sind für bewitterte Flächen Hölzer wie Lärche, Eiche oder Robinie möglich. Im Innenbereich kann auch Weichholz eingesetzt werden. Ist ein Holzschutz oder ein Farbanstrich nötig muss man auf Naturfarben zurückgreifen. Diese bestehen hauptsächlich aus Naturharzen und natürlichen Wachsen und Pigmenten.

Lehmsteine Lehmsteine

Balken sind heute häufig aus Leimbindern oder Brettschichthölzern (BSH) hergestellt. Das ist hauptsächlich der Effizienz geschuldet. Viele automatische Maschinen können diese absolut gleichen Hölzer besser verarbeiten. Die schöne ungleichmäßigkeit der Natur geht dabei leider verloren. Wo Hölzer sichtbar bleiben kann man auch darauf verzichten und Vollholz ohne Verleimungen verwenden.

Mauersteine sind aus Lehm, Kalk / Sand Gemisch oder aufgepusteten Bindemittelgemischen hergestellt. Für massive tragende Wände werden Kalksandsteine verwendet. Zum Vermauern wird ein Putz und Mauermörtel verwendet. Die benötigte Statik schreibt die Dicke und auch die verwendeten Mörtel vor. Hier kommt auch die Steinklasse als Auswahlkriterium zum Einsatz. Lehmsteine werden meist für nicht tragende Innenwände oder für Ausfachungen im Fachwerk verwendet. Lehmsteine werden mit einem Lehmmörtel vermauert. Lehmsteine haben den großen Vorteil viel Lehm in den Innenraum zu bringen der das Raumklima positiv beeinflusst. Lehmsteine werden auch zur Schalldämmung auf Zwischendecken eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Mauersteinen haben Lehmsteine den niedrigsten Primärenergiebedarf. Lehmsteine gibt es als Massiv und als Leichtlehmsteine. Leichtlehmsteine sind eine Mischung von Lehm mit Leichtzuschlägen. Die Leichtzuschläge sind z.B. Hanfschäben. Leichtlehmsteine werden für Innendämmung oder zum ausmauern von Gefachen im Fachwerk verwendet. Damit hier keine Wärmebrücke eingebaut werden verwendet man hier zum vermauern einen Leichtlehm Mauermörtel.

Leichtlehm zur Innendämmung, ökologisch und kappilar leitfähig Leichtlehm zur Innendämmung, ökologisch und kappilar leitfähig

Porosierte Mauersteine aus Gips oder anderen Bindemittelgemischen sind in der Herstellung meist sehr Energieintensiv. Die Verwendung von Gips ist für Innendämmung nicht gut geeignet. Innendämmungen müßen mit der anfallenden Raumluftfeuchtigkeit umgehen können. Solche Leichtsteine speichern die Feuchtigkeit und können diese schlecht wieder abgeben. Das führt leicht zu Schimmel. Die Verwendung von Klebern zum Vermauern ist hier zur Vermeidung von Kältebrücken vorgeschrieben. Klebstoffe sind meist nicht baubiologisch empfehlbar.

Ökologische Dämmstoffe haben immer einen geringen Primärenergiebedarf. Das bedeutet es wird wenig Energie für die Herstellung von ökologischen Dämmstoffen verwendet. Ökologische Dämmstoffe können Luftfeuchtigkeit speichern und abgeben, zum Teil auch Kappilar transportieren. Ökologische Dämmstoffe können aus Schifrohr, Holzweichfaserplatten, Zellulose, Hanf oder anderen Naturfasern wie Seegras hergestellt sein. Auch Dämmungen aus Strohballen finden immer mehr Zuspruch. Ein Strohballen ist eine perfekte CO2 sehr günstige Variante sein Haus bis zum Passivhausstandard zu dämmen. Strohballen sind Putzträger für Lehmputz und Dämmung. Als perfekte Kombination hat sich der Verputz mit Lehm oder Kalk gezeigt. Ein Lehmputz auf Holzweichfaserplatten oder auf Schilfrohrplatten, die gleichzeitig Putzträger und Dämmung sind, ist ideal für das Raumklima und der Anfang eines bauphysikalisch richtigen Wandaufbaus. Leichtlehme als Innendämmung werden zumeist hinter einer verlorenen Schalung oder hinter einer Innenwand aus Leichtlehmsteinen eingebaut. Diese Leichtlehme werden entwerder erdfeucht oder fast trocken eingebaut. Vor einem weiteren Verputz muss hier immer auf die volle Trocknung geachtet werden. Verlorene Schalungen mit Leichtlehm haben den großen Vorteil eine Dämmschicht ohne Hohlräume und viel Aufwand in beliebiger Dicke herstellen zu können. Die empfohlene Dicke für Innendämmung ist ca 6 cm. Verlorene Schalungen aus Holz haben weiterhin den Vorteil einer festen Unterlage zum befestigen von Gegenständen an der Wand.

Strohhäcksel zum mischen mit Lehmputz Strohhäcksel zum mischen mit Lehmputz

Als baubiologisch empfohlene Putze kommen nur Kalk oder Lehmputze in frage. Der Putzaufbau ist bei beiden Systemen gleich. Es sollte immer erst ein Unterputz , meist eine Gewebelage und ein Oberputz gemacht werden. Die Raumklimatischen Vorteile dieser beiden Systeme sind unschlagbar. Ein Lehmputz speichert viel Feuchtigkeit und gibt diese auch wieder an die Raumluft ab wenn die Raumluftfeuchte geringer wird. Ein Kalkputz kann ebenfalls sehr hohe Mengen Feuchtigkeit speichern. Die Aufnahmegeschwindigkeit eines Lehmputzes ist höher. Der Kalkputz allerdings ist alkalisch, einen möglichen Schimmelbefall deutlich erschwert.

Die farbige Gestaltung eines ökologischen Putz kann mithilfe eines farbigen Edelputz oder auch mit öklogischen Farben von Kreidezeit oder Auro gemacht werden. Die farbigen Edelputze sind in der Farbtiefe deutlich schöner als ein Farbauftrag. Farben für Lehmputz oder Kalkputz sind zumeist auf Kalk, Lehm, oder Kaseinbasis. Es gibt auch sehr gute Naturharz Dispersionsfarben. Weitere Gestalterische Möglichkeiten sind natürlich jederzeit machbar.