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ein Statement

Kosten und Wert vom ökologischen Bauen

 

Da werde ich doch gefragt wie viel teurer es ist ein Haus mit ökologischen Baustoffen zu bauen als auf die konventionelle Art. Es darf ja nicht zu viel kosten - schließlich muss die schicke Hochglanzküche ja auch noch mit finanziert werden.

 

Ja ein Haus ökologisch zu bauen kostet ungefähr 10 % mehr, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Was sind die Kosten die bei einem Hausbau entstehen, also alle Kosten, nicht nur die Kosten, die für die Banken spannend sind.

 

Ein Haus besteht aus Rohstoffen, gedanklicher Arbeitsleistung, handwerklicher Arbeitsleistung und unproduktiven Teilen. Die Rohstoffe sind klar definiert. Das sind Dinge die man anfassen kann, aus den Rohstoffen wird ein Haus "fundamentiert".

 

Rohstoffe und Baustoffe

 

Die Rohstoffe werden bearbeitet zu Baustoffen, Baustoffe werden transportiert und auf der Baustelle verarbeitet und montiert. Bei jedem Schritt vom Rohstoff zum Baustoff werden Energien benötigt, entstehen Emisionen und Kosten. Ein Rohstoff wird durch die Bearbeitung zum Baustoff also hochwertiger. Den höheren Wert des Baustoff zahlen wir mit höheren Einkaufskosten, aber nicht nur. Wenn Energieintensive Baustoffe, alle zur Herstellung gebrauchte Energie, zum Marktüblichen Preis bezahlen müssten würde eine Energieintensive Produktion die Kosten ja derart in die Höhe treiben das die Baustoffe extrem teuer werden und eigentlich einen Wert bekommen den keiner bereit ist zu zahlen. Damit dieser Baustoff dann doch noch gekauft wird muss also eine Subvention her.

Energieintensive Unternehmen sind von der EEG Umlage ausgenommen, Energieintensive Baustoffe sind z.B. Glaswolle und Zement. Die EEG Umlage wird dadurch für alle anderen Menschen höher. Desweiteren nutzen Energieintensive Unternehmen wohl keinen Öko-Strom, sondern günstigen subventionierten Strom aus Atom oder fossilen Brennstoffen.

Ökologische Baustoffe sind meist mit wenigen Energiesparenden Veredelungsschritten hergestellt, es gibt in der Regel keine versteckten Subventionen. Die Kosten für einen ökologischen Baustoff entsprechen somit auch dem Wert von diesem.

 

 

Die Kosten die ein jeder Mensch in Deutschland pro Kopf und Jahr für die Gesundheit ausgiebt liegen bei etwa 4200 €. Das sind Kosten die jeder von uns über das Sozialsystem der Krankenkassen trägt - und ein Teil auch über Berufsgenossenschaften etc.
Wenn ich mir nun anschaue welche Gesundheitsrisiken und Gesundheitskosten "konventionelle" Baustoffe während Produktion, Einbau, Nutzung und Entsorgung bergen sehe ich auch hier ein enormes Einsparpotential. Krebserregend hier, Allergene da, reizend, gesundheitsbedenklich, Umweltverschmutzend - Wie viel besser würde es allen Menschen, vom Handwerker, über den Nutzer und allen Menschen gehen wenn wir gesundheitliche Risiken aus Baustoffen rigoros verbieten würden? Und welche Summen ließe sich durch den konsequenten Nutzen von ökologischen, gesunheitlich unbedenklichen Baustoffen einsparen?

Bis jetzt zahlt ein jeder die Kosten die durch die Verwendung von gesundheitlich bedenklichen Baustoffen entstehen mit, auch derjenige der nur ökologische Baustoffe verwendet.

 

 

Wenn Baustoffe weite Wege fahren haben diese eine negative CO² Bilanz durch den Transport. Aber die CO² Bilanz kann man ja durch Freikaufen wieder neutralisieren. Ja, man kann durch den Kauf von CO² Emmissionspapieren das einmal ausgestoßene schon wirkende Kohlendioxid in der Bilanz schön rechnen! (Besser als nichts - aber es geht auch besser)

Im Gegenzug zum Warenfluß fließt der Geldfluss in die entgegengesetzte Richtung. Folgt man dem Geldfluss kann man sich bei ökologische arbeitenden Firmen leicht vorstellen das dort das Geld auch Sinnbringend verwendet wird. Wer ökologisch baut, denkt und lebt, arbeitet meist auch in einem solchen Umfeld. Wenn also der Biohof um die Ecke bei mir einkauft kann dieser sicher sein das er das Geld zurück bekommt - dann im Tausch gegen Lebensmittel. Kleine Geldkreisläufe halten die Finanzkraft des Geld länger regional, die Region und ein jeder dort lebender profitiert davon.

Man kann diesen lokalen Kreis auch größer ziehen, mein eigenes Netzwerk reicht Deutschlandweit. Wenn ich aber meine Baustoffe bei einem riesiegen weltweit aktiven Unternehmen beziehe ist meine Kapitalkraft aus dem lokalen Markt verschwunden, das ich als Endnutzer von diesem Geld wieder einmal profitiere ist eher unwahrscheinlich.

 

Deswegen ist es wichtig zu beachten bei wem man sein Geld ausgiebt, Produzenten ökologischer Baustoffe sind nahezu alle mittelständige bis kleine Unternehemen die sich widerum sozial lokal enagagieren, mein Geld bleibt im Kreislauf.

 

 

gedanklicher Arbeitsleistung, handwerklicher Arbeitsleistung

 

Was ist von Bestand, was ist wie viel Wert. Die Bewertung von Arbeitsleistung ist vollkommen verzerrt.

Beim Hausbau wird gedankliche Arbeit von der Bauherrschaft, Architekten und dem Handwerker geleistet. Die Bauherrschaft schafft mit seinen Gedanken Grundlagen auf denen die weiteren Beteiligten aufbauen. Der Wert des Wunsch und der Idee ein Haus zu bauen ist unbezahlbar. Ohne diese Initialleistung gäbe es alles weitere nicht. Dieses wird mit dem Gegenwert von 0 € bewertet.

 

Der Stundenlohn ist eine defiziele Sache. Verkauft man sich und seine Zeit? Und wer bewertet wieviel deine Zeit Wert ist? Arbeite ich in entfernten Regionen wo es einen höheren Stundenlohn gibt und gebe dafür Lebenszeit an die Autobahn ab?
Beim Stundenlohn ist der Wert der geschafften Arbeit abgekoppelt von der Entlohnung der geleisteten Arbeit. Der Wert der geschaffenen Ware oder Leistung ist nicht bekannt und bewertet. Wen der Wert der geschafften Arbeit fehlt, fehlt auch die Wertschätzung dieser.

 

Ein gebautes Gebäude hat eine Lebenszeit von minimum 60 Jahren ohne irgendwelche Modernisierungen. Wenn die Arbeit die geschaffen wird also 60 Jahre hält, ist die bewertung dieser Leistung doch auf 60 Jahre hoch zu rechnen. Es wird in Wahrheit aber mancherorts schon gefeilscht wenn ein Stundenlohn für die Kalkulation von 35,00 € netto zugrunde gelegt wird.

Aber fragen Sie mal einen IT Spezialisten nach dem Stundenlohn für seine Kalkulation. Als Freundschaftspreis ist hier minimum 60,00 € netto veranschlagt (und dann haben Sie wirklich Glück). Der Wert den ein IT Spezialist durch seine Arbeit schafft ist aber nach spätestens zwei Jahren nicht mehr up to Date.

 

 

unproduktive Kosten

 

Schlimmer noch, Fragen Sie mal einen Steuerberater, Versicherungsmakler oder Anwalt - was schaffen diese Berufsgruppen denn für einen Wert?

 

 

Ich wünsche mir mehr Wertschätzung für das Handwerk!

 

Heutzutage sind die Lohnkosten der größte Teil am Wert einer Ware, warum wird dann billiges Material verwendet was die zu erwartende Lebenszeit eines Produkt nicht halten kann? Ist es nicht zwingend erforderlich nur hochwertige (und somit ökologische) Baustoffe zu verwenden?