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Plastikfrei Bauen

Der Traum vom Plastikfreien Leben rückt immer näher. In Wellenartigen Bewegungen wächst das Bewusstsein das im alltäglichen Gebrauch auf Plastik verzichtet werden sollte. Es gibt zum Plastikfreien Leben viele Tips auf Blogs die spannende Produkte aus dem Lifestyle Bereich abzielen.

 

 

Plastikfrei kann aber auch unsere dritte Haut - das Gebäude das uns umgibt - gebaut sein. Es ist nicht einfach und noch ein weiter Weg bis das plastikfreie bauen wirklich funktioniert, aber ich habe diesen Weg eingeschlagen und freue mich über jede neue Alternative um Kunststoff zu sparen.

 

 

Im Standard Hausbau wird, angefangen beim Fundament, immer wieder Kunststoff in Form von Folie zur Abdichtung, Winddichtung, Klebstoffe, Dämmstoffe, ... verbaut. Und mit jeder neuen Anforderung an Energieeinsparung wächst die Menge eingebauter Kunststoff.

 

 

Im Erdreich werden Bitumenbahnen auf der Kellerwand angebracht um ein Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. - Ist ein Keller wirklich nötig, gibt es nicht die Möglichkeit den benötigten Lagerplatz in Nebengebäuden unter zu bringen? Oder es wird ein sehr fetter und Quellfähiger Lehm zur Feuchteabsperrung verwendet.

 

 

Gebäude werden innen mit einer Diffusionsoffenen Schicht Luftdicht verschlossen, so das keine Luft und damit die Luftfeuchtigkeit in die Dämmebene gelangen kann. Diese Abklebungen sind teilweise recht abenteuerlich, sehr aufwendig und sehr fehleranfällig - besonders im Altbau.

 

 

Ein Beispiel der fachgerechten Montage der luftdichten Ebene der Dachfläche am Giebel aus der Praxis: Man soll eine Abdichtung mit einem Kleber aus der Kartusche an der Giebelwand herstellen, dafür wird auf dem alten, sauber gemachten(!) Putz der Klebstoff gleichmäßig (Klar, gleichmäßig bis unten in den letzten Knick!) aufgebracht, darauf wird die Folie/Membran oder wie immer man es nennt geklebt. Damit ein sicherer Verbund hergestellt wird muss man nun auf der alten krummen Wand eine Holzleiste auf den Klebebereich dübeln. Die Holzleiste passt sich sicherlich allen Unebenheiten des alten Hauses an... Die Holzleiste ist angebracht die Luftdichtung ist fachgerecht hergestellt, Ups der eine Dübel hat den alten Putz samt Kleber abplatzen lasssen... aber egal, alles Fachgerecht montiert und die Gewährleistung kann übernommen werden.

 

 

Hier kann man mit einem durchgängigen Lehmputz abhilfe schaffen. Die hohe Aufnahmefähigkeit von Wasser sorgt bei dem Lehmputz dafür das die Feuchtigkeit nicht in dem Maße in die Dämmebene wandern kann das diese dort auskondensiert und zu Feuchteproblemen führt (Hier muss der gesamte Wandaufbau richtig und aus diffusionsfähigen Baustoffen gemacht sein). Wo Anschlüsse und Übergänge nötig sind kann man diese mit dem Hanfvlies von der Hanffaserfabrick Uckermark mit dem dazu passenden Lehmkleber verwenden. Hier wird eine Luftdichheit Bescheinigt,, und das komplett Kunststofffrei.

 

 

 

 

Apropo Hanf, bei der Hanffaserfabrik kann man auch darum bitten die Ballen Stopfhanf nicht eingepackt zu bekommen. Das spart eine große Menge Verpackungsmaterial!

 

Und die Hanffaserfabrik ist ein Partner im  entwickeln, prüfen und messen vom Bauen ohne Folien. Hier gibt es viele spannende Bauweisen zum plastikfreien Bauen.

 

Putzgewebe sind aus Glasfaser oder Kunststoff. Glasfaser ist auch Kunststoff, nur das ein kleiner Glasfaserkern in jedem Faden voranden ist. Hier ist das gestärkte Jutegewebe eine echte Alternative für das plastikfreie Bauen. Das Jutegewebe besteht aus einfach verwebtem Jutefaden. Als fertiges Gewebe wird es anschließend kunststofffrei gestärkt. Die Stärke ist auf pflanzlicher Basis. Das Gewebe lässt sich wunderbar in den frischen Putz einarbeiten. Es kann in Kalkputz oder Lehmputz verwendet werden. Besonders schön lassen sich mit dem gestaärkten Jutegewebe auch die für Lehm typischen Rundingen machen. Übrigens wer seine Kante rundet und darin noch ein kunststofffrei gestärktes Gewebe einbaut kann auf die Eckschutzschiene die meist aus Kunststoff ist, verzichten.

 

 

Halteteller für die Befestigung von Dämmplatten sind in der Regel aus Kunststoff oder Metall. Jetzt neu sind die Dämmstoffteller aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Sehr gute Festigkeit, geeignet für alle Anwendungen an denen sonst Plastik Halteteller verwendet werden. Und zu allem Überfluss sind die teller aus nachwachsenden Rohstoffen günstiger als sein Plastikbruder.

 

 

Reibebretter für die Putzbearbeitung gibt es seit jeher aus Holz. Kunststoffreibebretter gehen sehr gut, verschleißen aber stark und hinterlassen so eine Spur Mikroplastik im guten Putz. Holzreibebretter sind ökologisch und funktionieren ebenfalls super. Nur vom Gewicht her bringen die Holz Reibebretter einen Nachteil mit, diese sind etwas schwerer als die Kunststoffbretter.

 

 

Wandfarbe darf gerne als trockenes Pulver geliefert werden. Die Lehmfarben von Conluto Claytec oder WEM sind immer als trockenes Pulver. Das spart beim Transport Energie da kein Wasser transportiert wird. Gleichzeitig braucht die Farbe auch keine Topfkonservierer. Das sind chemische Hilfsmittel die dafür sorgen das die Farbe im Eimer nicht schimmelt. Außer Sumpfkalkfarbe und einige Silikatfarben werden bei Wandfarben, die Wasser als Lösungsmittel schon beigemischt haben, immer Biozide in Form von Topfkonservierern verwendet.

Und besonders Hinterhältig ist hier das diese Produkte mit dem blauen Engel gekennzeichnet sein dürfen. Der Blaue Engel darf auf diesen Produkten geführt werden weil die Höhe  des Gehalt an kritischen Konservierungsmitteln vermindert wurde. zusätzlich das Biozid beim Namen genannt wird und eine Hotline für Allergiker angegeben ist. Der Blaue Engel suggeriert hier Sicherheit die wirklich nicht gegeben ist. Es gibt weit gesündere Wandfarben als Wandfarben die den Blauen Engel führen.

 

Eine Lehmfarbe die ohne jegliche Biozide auskommt kann den blauen Engel nicht bekommen, weil die Reduzierung des Konservierungsmittel und somit eine wirksame Verbsserung des Verbraucherschutz genau so wenig vorgenommen werden kann (die Farbe ist ja schon von vornherein gut) wie die Benennung der Kritischen Inhaltsstoffe und einer Telefonnummer bei Problemen mit diesen....

 

Jaja