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Japanische Putzkellen für Lehmputz oder spezielle Kalkputztechniken

 

Die Rohlinge der japanischen Kellen Die Rohlinge der japanischen Kellen

Traditionelle Japanische Kellen für klassische Putztechniken wie Lehm- und Kalkputz und den japanischen Shikkui. Hergestellt auf Bestellung vom japanischen Schmiedemeister Yamanishi-San

 

Die Bauform einer japanischen Kelle ist nicht vergleichbar mit der einer europäischen Maurerkelle. Der Griff einer japanischen Maurerkelle ist mittig und näher am Blatt angebracht. Hierdurch hat man mehr Nähe zur bearbeiteten Fläche. Das spart Kraft, schont dieHandgelenke und man hat mehr Kontrolle über den Putz. Die Blätter sind meist kleiner, dadurch kann ein höherer Druck erreicht werden. Das ist besonders beim verdichten von Putz nötig. Die verwendeten japanischen Stähle sind auf die Anforderungen der jeweiligen Kelle exzellent angepasst. Die hochwertigen japanischen Kellen werden von einem japanischen Schmiedemeister in Einzelanfertigung nur auf Bestellung angefertigt. Das führt zu teilweise langen Lieferzeiten, was die Vorfreude auf ein so hochwertiges Produkt nur steigert.

 

Das gestanzte Loch für den Griff Das gestanzte Loch für den Griff

Japanische Schmiedekünste sind bekannt für die Herstellung von japanischen Schwertern, hier haben die japanischen Schmiedemeister viele Erfahrungen gesammelt und stetig von Generation zu Generation weiter gegeben. Das Wissen über die unterschiedlichen Temperamente der Stähle ist bei der Auswahl der richtigen Kellen sehr wichtig. Vom weichen Jigane bis zum harten Kohlenstoffstahl Honyaki (wörtlich übersetzt: vollständig gebrannt) gibt es viele Abstufungen.

 

Jigane ist ein ungebranntes Schmiedeeisen. Das relativ weiche Eisen eignet sich für den Putzauftrag und das verteilen von Lehm und Kalkputzen. Ein Gipsputz kann mit dieser Kelle eher schlecht aufgetragen werden da dieser an der Kelle festklebt. Der Stahl ist weich, die Kelle ist eher als steif und schwer zu betrachten. Jigane ist dafür bekannt den Putz mit Kratzern und braunen Abdriebspuren zu hinterlassen.

 

Hanyaki, Aburayaki und Honyaki Kellen bestehen aus Stahl mit Zugaben von Phosphor, Schwefel, Mangan, Siliciumdioxid und Kohlenstoff. Jede dieser Zutaten gibt der Kelle spezielle Eigenschaften. Phosphor und Schwefel erhöhen die Flexibilität, Mangan die Brandtemperatur und Silicium und Carbon die endgültige Härte. Das Rezept ist natürlich ein großes gut gehütetes Geheimnis.

 

Hanyaki wird nach dem Schmieden einmal gebrannt. Abgekühlt wird der Hanyaki Stahl in Reis Stroh Asche. Hanyaki ist ein Allround Stahl der für alle Putzschichten ein bisschen geeignet ist.

 

Abarayaki ist ein geschmiedeter Stahl welcher vor dem zweimaligen brennen mit Öl beschichtet wird. Abarayaki ist härter als hanyaki und eignet sich zum komprimieren für ein glänzendes Finish.

Yamanishi-San beim fertigen der Kellen Yamanishi-San beim fertigen der Kellen

 

Honyaki wird nach dem Schmieden wie der Hanyaki erhitzt und in der Reis Stroh Asche abgekühlt. Aus dem Stahl wird dann die Kellenform ausgestanzt. Der Kellenrohling wird nun wieder erhizt und in heißes Öl getaucht. Das macht den Stahl extrem hart. Um der Kelle eine flexibilität zu verleihen wird der Rohling im Salzwasser-Bad erhitzt, hier verändert sich die Farbe. Im gelben Zustand wird die Kelle aus dem Salzwasser genommen.

Je länger ein Stahl im Salzwasser erhitzt wird umso flexibler wird dieser, die Farbe ändert sich ebenfalls.

 

Edelstahl ist der härteste Stahl, dieser wird hautsächlich für Kellen verwendet die hart und flexibel sind. Diese Kellen werden zum glätten von Kellenmarken als letzter Arbeitsgang verwendet.

 

Anbau des Griff Anbau des Griff

Die Pflege und Lagerung von Japanischen Kellen

 

Vor der ersten Nutzung sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen und die Kellen von Yamanishi-San auf Ihren ersten Einsatz vorbereiten. Die Kellen sind zur Lagerung mit einer Schutzschicht versehen, diese sollte mit 400 Sandpapier vorsichtig entfernt werden. Die kann natürlich auch bei der ersten Nutzung abgearbeitet werden, das sollte dann aber nicht auf der fertigen Wand passieren. Die Kanten sollten mit 400er Sandpapier einmal kontrolliert werden. Besonders wenn die Kellen zum Glätten oder zum komprimieren verwendet werden. Um eine höhere Polierwirkung zu erzielen sollten die Kellen vor dem verdichten auf feinste Mikrokratzer hin kontrolliert werden. Diese können gegebenfalls mit 1000er Nassschleifpapier poliert werden.

In Japan markieren die Handwerker Ihre Kellen mit einem Brandzeichen oder einem „Zinken“ (eine kleine geschnitzte Markierung). Danach wird der Griff mit Tsubaki Öl eingelassen. So ist das Holz geschützt und sieht besser aus.

 

 

Zur Pflege sollten die Kellen nach jeder Benutzung gereinigt und getrocknet werden. Vor einer längeren Lagerung sollten die Kellen mit dem Tsubaki Öl gepflegt werden.

 

Gelagert werden die japanischen Kellen in einer kleinen passenden Holzkiste auf einem Tuch oder eingeschlagen in einer Werkzeugrolle.


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