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Bauforschung und ihr Beitrag zum Entwurf

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Angewandten Bauforschung: Ihr Ziel ist es, bei größtmöglicher Erhaltung historischer Bausubstanz die notwendigen Eingriffe in Material und Baukonstruktion auf den Altbau abzustimmen.

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    Der schonende Umgang mit historischer Bausubstanz spielt in der Architekturausbildung praktisch keine Rolle. Zwar gehört eine Situationsanalyse zu jedem ordentlichen Entwurf; sie erweist sich jedoch meist als reine Pflichtübung: Entweder verhindert ein bereits vorher feststehendes Entwurfskonzept objektive Aussagen über Baubestand und Bauzustand, oder die Bestandesanalyse wird für den Entwurf nicht produktiv gemacht.

    In der Praxis sieht es kaum besser aus. Das normale Architekturbüro, das mit einem Umbau betraut wird, ist mit den Methoden der vorbereitenden Bauuntersuchung nicht vertraut, und zuweilen gilt es sogar als Tugend, möglichst unbeeinflusst an einen Entwurf heranzugehen. Das darf für den Umgang mit Altbauten nicht länger gelten.

    Heute steht fast die Hälfte aller Baumassnahmen in Zusammenhang mit bestehenden Gebäuden. Deshalb ist es wichtiger denn je, die speziellen Anforderungen von Altbauten zu kennen. Dazu bieten sich die Methoden der angewandten Bauforschung an. Ihr Ziel ist es, bei größtmöglicher Erhaltung historischer Bausubstanz die notwendigen Eingriffe in Material und Baukonstruktion auf den Altbau abzustimmen. Folgerichtig bauen Entwurf und Planung auf der genauen Analyse des Bestehenden auf und nicht umgekehrt.

    In diesem Band, der auf eine Vortragsreihe an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich zurückgeht, zeigen Architekten und Kunsthistoriker, wie man durch sorgfältige Voruntersuchungen historische Erkenntnisse gewinnen, gravierende Fehler beim Umbau vermeiden sowie notwendige Eingriffe schonend und kostensparend durchführen kann.

    Es wird aber auch daran erinnert, dass Um-Bauen und Weiter-Bauen früher selbst für berühmte Architekten eine Selbstverständlichkeit war. Die Notwendigkeit und den Reiz solcher Aufgaben gilt es heute neu zu entdecken. Um so mehr, als inzwischen neben der historischen auch die ökologische Verantwortung eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

    Buchreihe: Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege an der ETH Zürich
    Band 12 Auflage: 1., 1993
    Seiten: 124 Seiten
    Abbildungen: zahlreiche z.T. farbige Abbildungen und Pläne
    Format in cm: 21,0 x 29,7
    Einbandart: broschiert
    ISBN: 978-3-7281-1900-1
    Sprache: Deutsch



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