Wandfarben

Lehm- oder Kalkfarbe – womit den Lehmputz streichen?

Um die bauphysikalischen und raumklimatischen Vorteile des Lehmputzes zu erhalten, sollte man die Wandgestaltung unbedingt mit einem diffusionsoffenen, ungiftigen Anstrich abschließen. Wir empfehlen Lehm- und Kalkfarben.
Die Produkte unserer Hersteller Conluto, SIO und Kreidezeit genießen, was die Unbedenklichkeit ihrer Zusammensetzung betrifft, unser vollstes Vertrauen, lassen sich prima verarbeiten und harmonieren wunderbar mit einem Lehmputz (und haben sich zudem auf eigenen Baustellen vielfach bewährt).

Einige Naturfarben sind in ihrer Farbvielfalt begrenzt. Zwar lassen sich alle Naturfarben untereinander mischen und ermöglichen so, eine unbegrenzte Farbpalette zu realisieren, doch ist dabei für eine spätere Reproduktion des exakten Farbtons eine genaue Dokumentation notwendig.

Inzwischen bietet der Hersteller Auro Naturfarben in einer großen Farbenvielfalt (über 350 Farbtöne) an, die bedarfsgerecht im werkseigenen Mischcenter angefertigt werden. Dank dieser Mischtechnik ist eine Reproduzierbarkeit jederzeit möglich.

Lehmfarbe – einfacher geht's nicht

Lehmfarbe ist nicht nur leicht zu verarbeiten, sondern wird zudem ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt. Die Farben entstehen durch die Beimischung von Lehm- und Tonmineralen, für die Blautöne wird Ultramarinblau verwendet. Naturfarben erzeugen in unseren Räumen ein angenehm ruhiges, harmonisches und gesundes Klima.
Die tuchmatte Oberfläche einer Lehmfarbe schenkt dem Raum eine feine Lebendigkeit im Anstrichbild und vergilbt nicht.

Lehmfarbe tragen Sie mit der Farbrolle, der Lasurbürste oder im Spritzverfahren auf den trockenen, sauberen, festen und ausreichend saugfähigen Untergrund auf. Meist bedarf es zweier Anstriche.

Odoo • Bild und Text
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Kalkfarbe – die richtige Mischung


In Feuchträumen sollten ausschließlich Farben auf Kalkbasis genutzt werden. Kalkfarben sind rein mineralisch und durch den Kalkanteil alkalisch. Schimmel siedelt nicht auf alkalischen Untergründen. Kalkfarben lassen sich auf einem Kalkputz problemlos verarbeiten. Die Bindemittel der Kaseinfarben sind wiederum auf pflanzlicher Basis und können bei dauerhafter Feuchtigkeit zum Schimmeln neigen.
Kalkfarbe gibt es in vielen vorgefertigten Farbtönen oder sie lässt sich mit kalkechten Pigmenten ganz nach Ihrem individuellen Geschmack einfärben.
Konventionelle Farben enthalten häufig ungesunde, zumindest aber fragwürdige Inhaltsstoffe und können die feuchteregulierende Wirkung eines Lehmputzes herabsetzen. Alle im Lehm-Laden gehandelten Naturfarben sind volldeklariert und sowohl gesundheitlich als auch baubiologisch absolut unbedenklich. Naturfarben sorgen wegen ihrer unbedenklichen Inhaltsstoffe für ein gesundes Raumklima. Kalkfarbe hat einen frischen und klaren Geruch.
Einige Naturfarben sind in ihrer Farbvielfalt begrenzt. Zwar lassen sich alle Naturfarben untereinander mischen und ermöglichen so eine unbegrenzte Farbpalette, doch ist dabei für eine spätere Reproduktion des exakten Farbtons eine genaue Dokumentation notwendig.
 

Silikatfarben – natürlich fest


Silikatfarben sind innen wie aussen die Robusten unter den Naturfarben.
Es handelt sich um Anstrichmittel, die als Bindemittel Kaliwasserglas
verwenden. Sie werden auch Wasserglasfarben oder Keimfarben (nach dem Erfinder Adolf Wilhelm Keim) genannt.
Die Silikatfarben unseres Herstellers SIO kommen ohne Konservierungs- und Lösungsmittel aus, was unter anderem zu einem behaglichen, gesunden Raumklima führt.
Silikatfarben sind hochdeckend, diffusionsoffen, nicht brennbar und wirksam gegen Schimmelbildung. Sie sind extrem witterungsbeständig und langlebig und werden gerne als Anstrich auf Lehm- oder Kalkputz verwendet (vor allem auch in der Denkmalpflege).
Mit Silikatfarben lassen sich sehr kräftige Farbtöne herstellen.

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