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Lehm ist ein Naturprodukt

Lehm braucht keine chemischen Zusätze und ist so für Allergiker und MCS-kranke Mitmenschen bestens geeignet.

Odoo • Ein Bild mit einer Bildunterschrift
 

Lehm besteht aus Ton, Sand und Schluff (das ist so etwas wie ein staubfeiner Sand, dessen Körner sich größenmäßig im Mikrometerbereich befinden). Diese drei Komponenten wiederum entstanden aus den unterschiedlichsten mineralischen Komponenten, die sich im Laufe vieler Jahrtausende abgelagert haben, weshalb Lehm auch so unterschiedlich aussehen kann. Und in diesem Zustand ist Lehm, mit Sand eventuell noch abgemagert und mit Wasser geschmeidig gemacht, auch schon gebrauchsfertig zum Bauen. Als Wand, Decke, Schüttung oder Putz härtet er alleine durch Trocknung aus, da Wasser das einzig benötigte Lösungsmittel ist. Es macht ihn sehr leicht verarbeitbar. Nach dem Trocknen ist Lehm wieder sehr fest und stabil. (Man findet hin und wieder Lehmbrocken, die sind so hart wie Stein und lassen sich nicht händisch zerkleinern, man muss einen Hammer benutzen.)
Bei einem Lehmputz findet weder ein chemisches Abbinden (wie beispielsweise bei Kalk) noch eine stoffliche Metamorphose statt. Die Verwendung von synthetischen Zusätzen, die die Verarbeitbarkeit verbessern, die Trocknung beschleunigen oder die Endfestigkeit erhöhen sollen, ist weder notwendig noch sinnvoll. Chemie hat in Lehmprodukten keinen Platz.
Im Lehmbau gibt es Baustoffe mit den unterschiedlichsten organischen oder mineralischen Zuschlägen, beispielsweise Pflanzenfasern für eine gute Dämmeigenschaft oder als Armierung. Lässt man diese weg, indem man für Armierung und Dämmung Alternativen findet, und nutzt den Lehm in seiner puren und reinen Form, ist seine Verwendung auch für Menschen unbedenklich, die auf jene Pflanzen allergisch reagieren.