Lehm hat eine super Wärmeübertragung

Lehm in Kombination mit einer Wandheizung ist enorm effektiv in der Übertragung der Wärme.
Verglichen mit Kalk braucht man für die gleiche Wärmemenge nur die Hälfte an verbautem Heizungsrohr.

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Lehm mit seinen thermischen Eigenschaften ist ein bauphysikalisches Thema, das scheinbar voller Widersprüche ist. Tatsächlich ist das Wort ‚scheinbar‘ hier zutreffend: Reell gesehen, ist Lehm nämlich ein wärmetechnisches Multitalent. Er überträgt und speichert Wärme und hält zudem Wärme ab, die von draußen ins Haus dringen möchte.
Daher bilden Lehmwände in Verbindung mit einer Wandheizung eine super Partnerschaft. Lehm hat nämlich phantastische Wärmeeigenschaften: Einerseits überträgt er die Wärme gut. Bei zwei Wandheizungen mit identischer Soll-Wärmemenge, eine mit Lehm und eine mit Kalk verputzt, verbauen Sie für die gleiche Heizleistung zwei grundverschiedene Mengen Heizungsrohr. Kurz gesagt: Bei einem Kalkputz benötigen Sie das Doppelte. Lehmputz leitet, wegen des darin enthaltenen Wassers, Wärme gut ab. Je mehr Masse die Wandheizung umgibt, umso besser kann sie die Wärme gut und gleichmäßig abstrahlen.
Andererseits ist er, auch wenn das widersprüchlich scheint, ein hervorragender Wärmespeicher. Ein Grundofen beispielsweise funktioniert nur dann gut, wenn er ordentlich Masse hat: Einmal täglich befeuert, speichert er die Wärme und gibt sie sukzessive und gleichmäßig als behagliche Strahlungswärme ab, genau wie die ordentlich in Lehmputz gepackte Wandheizung.
Diese zwei wichtigen thermischen Eigenschaften, nämlich das gute Wärmerückhaltevermögen und die Fähigkeit zur langanhaltenden Wärmespeicherung, machen Lehm in Verbindung mit Heizung und Ofen zum optimalen Baustoff.